Lebensmittel: Wer in der Reichenliste 2025 die Branche besitzt
16 Einträge unter „Lebensmittel“, zusammen 27,6 Milliarden Euro.

Die erste Branchenspalte der Liste ist grob – und trotzdem der schnellste Filter. Unter Lebensmittel stehen 2025 genau die Eigentümer, deren Kerngeschäft so gelabelt ist. In der Rangliste der 500 reichsten Deutschen 2025 trifft das auf 16 Einträge mit zusammen 27,6 Milliarden Euro. Das mittlere Vermögen in dieser Schnittmenge liegt bei 1,7 Milliarden.
Das ist keine vollständige volkswirtschaftliche Rechnung. Es ist die Schnittmenge, die die Liste sichtbar macht: geschätztes Nettovermögen, Stichtag Aktienkurse, ohne Kunstsammlungen im Wohnzimmer und ohne jeden Stiftungszweck.
Die Namen, die die Summe tragen
An der Spitze dieser Gruppe: Familie Jacobs auf Platz 29 mit 7,2 Milliarden Euro (Barry Callebaut, Küsnacht). Familie Theo Müller (3,8 Mrd. €, Molkerei Müller); Erich Wesjohann (3,7 Mrd. €, EW Group); Familien Pfeifer und Langen (2,5 Mrd. €, Pfeifer & Langen); Familie Paul-Heinz Wesjohann (1,5 Mrd. €, PHW-Gruppe); Familie Arend Oetker (1,5 Mrd. €, Hero); Familie Heinrich Wernsing (1,0 Mrd. €, Wernsing Feinkost); Familien Stefan und Sebastian Hipp (0,9 Mrd. €, Hipp); Familien Holthausen und Blohm (0,8 Mrd. €, Harry-Brot).
Zweite und dritte Spalte (Immobilien, Beteiligungen, Hotels) fehlen in dieser Zählung. Wer lebensmittel plus Fläche sucht, muss die Rohdaten der Rangliste lesen, nicht nur die Überschrift.
Bewegung 2025
Von den 16 Einträgen legen 6 zu, 7 geben ab. Die größten Ausschläge in der Gruppe: Familie Jacobs −1,1 Mrd. €, Erich Wesjohann +0,9 Mrd. €, Familie Paul-Heinz Wesjohann −0,4 Mrd. €, Familien Pfeifer und Langen +0,3 Mrd. €, Helga Eckes-Chantré −0,3 Mrd. €. Ränge bleiben klebrig, Milliarden nicht. Einordnung der Gesamtliste: Gewinner und Verlierer 2025.
2 dieser Einträge nutzen eine Familienstiftung. Das bündelt Stimmrechte und dämpft Erbauseinandersetzungen – Hintergrund.
Was die Schnittmenge über Deutschland sagt
Deutsche Großvermögen entstehen selten in einem Fondszyklus. Sie sitzen in Firmen, Fläche und langen Beteiligungen. Diese Gruppe ist dafür ein Ausschnitt, kein Panorama. Methodik: so schätzen wir. Ressort: Unternehmen.
Wer die Liste als Anlageuniversum liest, liegt falsch. Wer sie als Karte der Eigentümer liest, liegt näher. Die 16 Namen oben sind die aktuelle Ausgabe dieser Karte – 27,6 Milliarden Euro, verteilt auf wenige Türen.

