Plätze 101 bis 200 der Reichenliste: 204,7 Milliarden Euro
122 Einträge zwischen Rang 101 und 200 – Mittelstand der Superreichen, nicht die Titelseite.

Unterhalb der Titelseite wird die Liste dichter. Plätze 101 bis 200 sind der Bereich, in dem Hidden Champions, regionale Händler und Erben ohne Markenruhm stehen. In der Rangliste der 500 reichsten Deutschen 2025 trifft das auf 122 Einträge mit zusammen 204,7 Milliarden Euro. Das mittlere Vermögen in dieser Schnittmenge liegt bei 1,7 Milliarden.
Das ist keine vollständige volkswirtschaftliche Rechnung. Es ist die Schnittmenge, die die Liste sichtbar macht: geschätztes Nettovermögen, Stichtag Aktienkurse, ohne Kunstsammlungen im Wohnzimmer und ohne jeden Stiftungszweck.
Die Namen, die die Summe tragen
An der Spitze dieser Gruppe: Heidemarie Engelhorn auf Platz 101 mit 2,5 Milliarden Euro (Boehringer, Bermudas). Familie Oberwelland (2,5 Mrd. €, August Storck); Familie Viegener (2,5 Mrd. €, Viega); Alexander und Christian Birkenstock (2,5 Mrd. €, Birkenstock); Familie Diehl (2,5 Mrd. €, Diehl-Gruppe); Familie Florian Rehm (2,5 Mrd. €, Mast-Jägermeister); Familien Pfeifer und Langen (2,5 Mrd. €, Pfeifer & Langen); Familie Kronseder (2,4 Mrd. €, Krones); Julie und Philipp Engelhorn (2,4 Mrd. €, Boehringer).
Hier entscheiden oft 100 Millionen Euro über Dutzende Ränge. Genau deshalb ist dieser Streifen für die Lektüre wichtiger als Platz 1 gegen Platz 2.
Bewegung 2025
Von den 122 Einträgen legen 62 zu, 21 geben ab. Die größten Ausschläge in der Gruppe: Familie Schwarz-Simon +2,2 Mrd. €, Familien Frank und Jörg Laukien −1,5 Mrd. €, Familien Marhofer und Buck +1,3 Mrd. €, Hakan Koç und Christian Bertermann +0,8 Mrd. €, Familie Florian Rehm +0,7 Mrd. €. Ränge bleiben klebrig, Milliarden nicht. Einordnung der Gesamtliste: Gewinner und Verlierer 2025.
20 dieser Einträge nutzen eine Familienstiftung. Das bündelt Stimmrechte und dämpft Erbauseinandersetzungen – Hintergrund.
Was die Schnittmenge über Deutschland sagt
Deutsche Großvermögen entstehen selten in einem Fondszyklus. Sie sitzen in Firmen, Fläche und langen Beteiligungen. Diese Gruppe ist dafür ein Ausschnitt, kein Panorama. Methodik: so schätzen wir. Ressort: Unternehmen.
Wer die Liste als Anlageuniversum liest, liegt falsch. Wer sie als Karte der Eigentümer liest, liegt näher. Die 122 Namen oben sind die aktuelle Ausgabe dieser Karte – 204,7 Milliarden Euro, verteilt auf wenige Türen.

