Absteiger mit mindestens 0,8 Milliarden Minus
11 Einträge mit spürbarem Minus – Konsum, Logistik, manches Pharma.

Verluste in der Liste sind meist Marktpreise, keine Insolvenz. Trotzdem: ein Minus von 800 Millionen Euro ändert, wie schwer ein Clan in Deutschland wiegt. In der Rangliste der 500 reichsten Deutschen 2025 trifft das auf 11 Einträge mit zusammen 143,2 Milliarden Euro. Das mittlere Vermögen in dieser Schnittmenge liegt bei 13,0 Milliarden.
Das ist keine vollständige volkswirtschaftliche Rechnung. Es ist die Schnittmenge, die die Liste sichtbar macht: geschätztes Nettovermögen, Stichtag Aktienkurse, ohne Kunstsammlungen im Wohnzimmer und ohne jeden Stiftungszweck.
Die Namen, die die Summe tragen
An der Spitze dieser Gruppe: Familie Merck auf Platz 4 mit 24,5 Milliarden Euro (Merck, Darmstadt). Familie Reimann (24,0 Mrd. €, JAB Holding); Klaus-Michael Kühne (23,5 Mrd. €, Kühne + Nagel); Familie Henkel (19,5 Mrd. €, Henkel); Familie Porsche (15,5 Mrd. €, Porsche); Martin Klenk (5,2 Mrd. €, Celonis); Familien Frank und Jörg Laukien (1,8 Mrd. €, Bruker); Familie Theo Albrecht junior und Familie… (17,6 Mrd. €, Aldi Nord); Gabriella Meister (3,9 Mrd. €, Rational).
Pharma und manche Konsum-Holdings haben 2025 abgegeben. Wer den Sektor kaufen will, liest die Bewertung, nicht nur den Nachnamen.
Bewegung 2025
Von den 11 Einträgen legen 0 zu, 11 geben ab. Die größten Ausschläge in der Gruppe: Familie Merck −9,3 Mrd. €, Familie Reimann −7,3 Mrd. €, Klaus-Michael Kühne −5,5 Mrd. €, Familie Henkel −5,1 Mrd. €, Familie Porsche −3,8 Mrd. €. Ränge bleiben klebrig, Milliarden nicht. Einordnung der Gesamtliste: Gewinner und Verlierer 2025.
2 dieser Einträge nutzen eine Familienstiftung. Das bündelt Stimmrechte und dämpft Erbauseinandersetzungen – Hintergrund.
Was die Schnittmenge über Deutschland sagt
Deutsche Großvermögen entstehen selten in einem Fondszyklus. Sie sitzen in Firmen, Fläche und langen Beteiligungen. Diese Gruppe ist dafür ein Ausschnitt, kein Panorama. Methodik: so schätzen wir. Ressort: Analyse.
Wer die Liste als Anlageuniversum liest, liegt falsch. Wer sie als Karte der Eigentümer liest, liegt näher. Die 11 Namen oben sind die aktuelle Ausgabe dieser Karte – 143,2 Milliarden Euro, verteilt auf wenige Türen.


