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Finanzdienstleistungen: Wer in der Reichenliste 2025 die Branche besitzt

11 Einträge unter „Finanzdienstleistungen“, zusammen 13,0 Milliarden Euro.

Hochhäuser des Bankenviertels – ASCII-Illustration

Die erste Branchenspalte der Liste ist grob – und trotzdem der schnellste Filter. Unter Finanzdienstleistungen stehen 2025 genau die Eigentümer, deren Kerngeschäft so gelabelt ist. In der Rangliste der 500 reichsten Deutschen 2025 trifft das auf 11 Einträge mit zusammen 13,0 Milliarden Euro. Das mittlere Vermögen in dieser Schnittmenge liegt bei 1,2 Milliarden.

Das ist keine vollständige volkswirtschaftliche Rechnung. Es ist die Schnittmenge, die die Liste sichtbar macht: geschätztes Nettovermögen, Stichtag Aktienkurse, ohne Kunstsammlungen im Wohnzimmer und ohne jeden Stiftungszweck.

Die Namen, die die Summe tragen

An der Spitze dieser Gruppe: Andreas und Reinfried Pohl jr. auf Platz 77 mit 3,5 Milliarden Euro (Deutsche Vermögensberatung, Frankfurt). Bert Flossbach und Kurt von Storch (2,1 Mrd. €, Flossbach von Storch); Hans-Walter Peters (1,3 Mrd. €, Joh. Berenberg); Elena, Franz und Leonhard von Metzler (1,2 Mrd. €, Bankhaus B. Metzler); Holger Timm (1,0 Mrd. €, Berliner Effektengesellschaft); Familie Gelf (0,9 Mrd. €, CHG-Meridian); Eric Demuth (0,8 Mrd. €, Bitpanda); Marcus Brennecke (0,7 Mrd. €, EQT); Andreas Huber (0,5 Mrd. €, EQT).

Zweite und dritte Spalte (Immobilien, Beteiligungen, Hotels) fehlen in dieser Zählung. Wer finanzdienstleistungen plus Fläche sucht, muss die Rohdaten der Rangliste lesen, nicht nur die Überschrift.

Bewegung 2025

Von den 11 Einträgen legen 6 zu, 0 geben ab. Die größten Ausschläge in der Gruppe: Eric Demuth +0,8 Mrd. €, Andreas und Reinfried Pohl jr. +0,4 Mrd. €, Marcus Brennecke +0,3 Mrd. €, Familie Gelf +0,2 Mrd. €, Andreas Huber +0,2 Mrd. €. Ränge bleiben klebrig, Milliarden nicht. Einordnung der Gesamtliste: Gewinner und Verlierer 2025.

Eine Familienstiftung steckt in dieser Schnittmenge. Das bündelt Stimmrechte – Hintergrund.

Was die Schnittmenge über Deutschland sagt

Deutsche Großvermögen entstehen selten in einem Fondszyklus. Sie sitzen in Firmen, Fläche und langen Beteiligungen. Diese Gruppe ist dafür ein Ausschnitt, kein Panorama. Methodik: so schätzen wir. Ressort: Analyse.

Wer die Liste als Anlageuniversum liest, liegt falsch. Wer sie als Karte der Eigentümer liest, liegt näher. Die 11 Namen oben sind die aktuelle Ausgabe dieser Karte – 13,0 Milliarden Euro, verteilt auf wenige Türen.