Plätze 51 bis 100 der Reichenliste: 170,9 Milliarden Euro
49 Einträge zwischen Rang 51 und 100 – Mittelstand der Superreichen, nicht die Titelseite.

Unterhalb der Titelseite wird die Liste dichter. Plätze 51 bis 100 sind der Bereich, in dem Hidden Champions, regionale Händler und Erben ohne Markenruhm stehen. In der Rangliste der 500 reichsten Deutschen 2025 trifft das auf 49 Einträge mit zusammen 170,9 Milliarden Euro. Das mittlere Vermögen in dieser Schnittmenge liegt bei 3,5 Milliarden.
Das ist keine vollständige volkswirtschaftliche Rechnung. Es ist die Schnittmenge, die die Liste sichtbar macht: geschätztes Nettovermögen, Stichtag Aktienkurse, ohne Kunstsammlungen im Wohnzimmer und ohne jeden Stiftungszweck.
Die Namen, die die Summe tragen
An der Spitze dieser Gruppe: Gernot Blanke und Klaus Meier auf Platz 53 mit 4,4 Milliarden Euro (WPD, Bremen). Familie Leibinger (4,4 Mrd. €, Trumpf); Familien Rohde und Schwarz (4,2 Mrd. €, Rohde & Schwarz); Familie Horst Julius Pudwill (4,2 Mrd. €, Techtronic Industries); Familien Bosch, Zundel und Madelung (4,1 Mrd. €, Robert Bosch); Familie Otto Happel (4,1 Mrd. €, Luserve); Familien Sartorius-Herbst und Franken (4,0 Mrd. €, Sartorius); Uğur Şahin und Özlem Türeci (4,0 Mrd. €, Biontech); Familien Jürgen und Stefan Wirtgen (4,0 Mrd. €, Wirtgen Invest).
Hier entscheiden oft 100 Millionen Euro über Dutzende Ränge. Genau deshalb ist dieser Streifen für die Lektüre wichtiger als Platz 1 gegen Platz 2.
Bewegung 2025
Von den 49 Einträgen legen 29 zu, 9 geben ab. Die größten Ausschläge in der Gruppe: Michael C. Jakob +2,6 Mrd. €, Familie Messer +1,6 Mrd. €, Stefan von Holtzbrinck und Christiane Sch… +1,5 Mrd. €, Gabriella Meister −1,3 Mrd. €, Erich Wesjohann +0,9 Mrd. €. Ränge bleiben klebrig, Milliarden nicht. Einordnung der Gesamtliste: Gewinner und Verlierer 2025.
6 dieser Einträge nutzen eine Familienstiftung. Das bündelt Stimmrechte und dämpft Erbauseinandersetzungen – Hintergrund.
Was die Schnittmenge über Deutschland sagt
Deutsche Großvermögen entstehen selten in einem Fondszyklus. Sie sitzen in Firmen, Fläche und langen Beteiligungen. Diese Gruppe ist dafür ein Ausschnitt, kein Panorama. Methodik: so schätzen wir. Ressort: Analyse.
Wer die Liste als Anlageuniversum liest, liegt falsch. Wer sie als Karte der Eigentümer liest, liegt näher. Die 49 Namen oben sind die aktuelle Ausgabe dieser Karte – 170,9 Milliarden Euro, verteilt auf wenige Türen.


